Der Verein zur Erhaltung zur Römischen Bernsteinstraße wurde im Jahr 1988 von Vereinsobmann Ing. Johann Gangl gegründet. Nach den Obmännern Adolf Laue, Robert Mauritz, Sieglinde Ohr und Helmuth Reiter führt der gegenwärtige Obmann Mag. Hans Artner den Kulturverein umsichtig und mit viel Geschick. Ziel des Vereines ist gemeinsam mit den entlang der Römerstraße liegenden Gemeinden und Ortsteilen „die Pflege und Erhaltung der Römischen Bernsteinstraße im Bezirk Oberpullendorf“.
Bei der Eröffnung der Wanderstrecke von Strebersdorf nach Raiding am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober 1988, wurde der interessierten Bevölkerung eine Kupfermünze mit Reisewagen als Symbol des Vereines angeboten. Ziel der „Naturfreunde Oberpullendorf“ war es, einen Wanderweg entlang des Raidingbaches auf der noch gut erhaltenen Bernsteinstraße zu errichten. Die Bürgermeister der Gemeinden Lutzmannsburg – Frankenau-Unterpullendorf, Großwarasdorf  und Raiding erkannten die Chance, den Ausflugsverkehr in dieser Region mit so einem interessanten Projekt anzukurbeln. Die Arbeitsmarktverwaltung sprang helfend ein und finanzierte die damalige Projektleiterin Dr. Irene Heiling. Vorarbeiten leistete schon in den sechziger Jahren Heimatforscher Josef Polatschek, Gärtnermeister aus Oberpullendorf, der auch beim Aufbau des Schauraumes „Eisengewinnung und Eisenverhüttung“ im Rathauskeller Oberpullendorf maßgeblich beteiligt war.
Dass der gesamte Verlauf der Bernsteinstraße im Mittelburgenland so gut bekannt ist, geht auf die Forschungstätigkeit von Ökonomierat Josef Polatschek zurück, der seine Freizeit dem Auffinden archäologischer Fundstellen widmete.

Projektleiterin Heiling: „Der Wanderweg in Form eines geschichtlichen Lehrpfades hat im Großmutschner Urbarialwald das besterhaltende Teilstück des alten Handels- und Verkehrsweges der Römischen Bernsteinstraße zwischen der Adria und Ostsee. Der Wanderer kann mit entsprechenden Hinweisen und Schautafeln die Römerstraße in der Natur erkennen. Nachbildungen von römischen Meilen- und Grabsteinen sollen den Wanderweg anschaulich an die alte römische Straßentrasse erinnern“.
Dieses Ziel hat sich bis heute nicht geändert. Aus dem Wanderweg wurde ein Rad-Wanderweg „B47-Römische Bernsteinstraße“, der auch eine Verlängerung von Raiding über Horitschon, Neckenmarkt/Haschendorf bis Deutschkreutz erfuhr.

Die Zusammenarbeit des Vereines zur Erhaltung der Römischen Bernsteinstraße mit dem Museum in Zalalövö/Salla (Ferenc Redö) ist ein grenzüberschreitender Versuch, in der EuRegio West-Pannonia, gemeinsame Vorträge, Exkursionen und Ausstellungen zu organisieren.