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Landschaft/Klima des Burgenlands

Aufgrund seiner nach Osten offenen Lage bestimmen kontinentale Einflüsse das Klima im Burgenland. Im nördlichen Landesteil herrscht pannonisches Klima vor und beschert dem Gebiet die längste Sonnenscheindauer ganz Mitteleuropas und die höchsten Durchschnittstemperaturen Österreichs, die höchste Temperatur wurde in Andau gemessen: 39,3° C im Juli. Im August erwärmt sich das Wasser des Neusiedler Sees auf 26 bis 30° C. Typische Merkmale sind die hohe Luftfeuchtigkeit - durch die hohe Verdunstung aus dem Neusiedler See -, ein die Sommerhitze kühlender leichter Wind und milde Temperaturen bis in den Spätherbst. Die Winter sind kalt und schneearm. Im Hügelland des mittleren und südlichen Burgenlandes sind die Sommer weniger heiß und die Winter milder.

Im Burgenland vollzieht sich der Übergang von den Alpen zur Ungarischen Tiefebene. Das Leithagebirge und die Hainburger Berge im Norden, die Bucklige Welt im Westen und die Rechnitzer Schieferinsel im Mittelburgenland zählen zu den Alpen. Gewaltige Senkungsvorgänge im Tertiär führten zur Bildung des Wiener und des Pannonischen Beckens, die vom Meer überflutet und vom Abtragungsschutt der umrahmenden Gebirge aufgefüllt wurden. Die Neusiedler Bucht ist der Westausläufer der kleinen Ungarischen Tiefebene. Diese wird im Norden durch die Hainburger Berge und im Westen durch das Leithagebirge und den Ruster Höhenzug begrenzt. Weite Teile der Neusiedler Bucht werden von der Parndorfer Platte eingenommen, die aus Schotterfluren der Donau im jüngsten Tertiär entstanden ist. Im Seewinkel folgen 10 bis 15 m mächtige eiszeitliche Donauschotter. Der Neusiedler See, der abflusslos in einer flachen Wanne liegt, ist durch eine nacheiszeitliche tektonische Absenkung des Raumes (vor 10.000 - 20.000 Jahren) entstanden. Der Wasserhaushalt dieses nur 1 bis 2 Meter tiefen Steppensees ist stark von Klimaschwankungen abhängig. Von 1865 bis 1870 war der See sogar völlig ausgetrocknet. Entlang des Ruster Höhenzuges tritt unter anderem der Leithakalk auf. Diese Meeresablagerungen liefern einen ausgezeichneten Bau- und Dekorstein, der auch im berühmten Römersteinbruch von St. Margarethen abgebaut wurde.

(Quelle: Dr. Erich Draganits, Institut für Geologie, Universität Wien)