Chronologie

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Die Projektarbeit als eigentliche Unterrichtsgestaltung erstreckte sich über den Zeitraum von November 2001 bis Mai 2002. Nach ersten grundsätzlichen und organisatorischen Überlegungen und Vorbereitungen wurden die konkreten Ziele, Methoden und Arbeitsweisen festgelegt. Im Dezember kam es zu einer ersten auditiven Auseinandersetzung mit den Werken des Komponisten und Musikers Stefan Kocsis anhand von CD-Aufnahmen. Sie bot den SchülerInnen die Gelegenheit, den Stil seiner Kompositionen sowie seine Interpretationen bedeutender Werke der Musikliteratur, sowohl als Organist, als auch als Chorleiter und Dirigent, kennen zu lernen.

Am 19. Dezember 2001 kam Prof. Kocsis persönlich in die Schule, um in einem Gespräch mit den SchülerInnen auf deren Fragen einzugehen und aus seinem Leben und seinem musikalischen Schaffen zu erzählen. Ab Jänner 2002 begann in den Arbeitsgruppen die Nachbereitung des aufgezeichneten Gesprächs dieser ersten Zusammenkunft mit dem Künstler. Die äußerst interessanten Ausführungen und sehr informativen Details wurden zunächst zu Papier gebracht und anschließend in einer Word-Datei gesammelt.

Komponistengespräch, 19.12.2001

 

 

Das Sichten von Dokumenten, Fotos, Hörbeispielen etc. gestaltete sich als recht einfach, da Prof. Kocsis selbst sehr viele Materialien zur Verfügung stellte. Daher konnte bereits von Jänner bis Feber 2002 der größte Teil der Unterlagen ausgewählt und bearbeitet werden.

Sichten der Materialien bei Prof. Kocsis, 23.1.2002

 

Ausschnitt von Kocsis' Oj Jelena“-Klavierbearbeitung in einer mit einem Notationsprogramm hergestellten Druckversion

Für die aktive musikalische Auseinandersetzung mit der Musik des Komponisten bzw. für das Konzert im Rahmen der Präsentation des Projekts übertrugen die Professoren und SchülerInnen mittels des Notationsprogramms „Finale 2000“ die handschriftlichen Noten in eine druckfertige Version. Ab Feber 2002 konnte somit die Probentätigkeit mit dem entsprechenden Notenmaterial beginnen.

Ein wichtiger fächerübergreifender Aspekt war die Verbindung zur Malerei. Im April 2002 erstellte Mag. Manfred Leirer mit den SchülerInnen der 7A und 7D musikalische Grafiken zum 1. Satz der Orgelsonate 1. Nach ersten Skizzen entstanden in 2-3 BE-Einheiten eindrucksvolle Kunstwerke.

     

In einer neuerlichen Begegnung mit Prof. Kocsis stellte dieser am 8. Mai 2002 in der Pfarrkirche Oberpullendorf die unter seiner Mitwirkung errichtete Orgel den SchülerInnen vor. Noch in derselben Woche wurden die Inhalte des Audio-Mitschnitts dieser Vorführung verschriftlicht. Anschließend erfolgte die Bearbeitung der Digital-Fotos und der digitalen Videoaufnahme.

 

Kocsis bei der Orgelvorführung in der Pfarrkirche Oberpullendorf, 8.5.2002

Nach dem Festlegen der Struktur der Internetseite wurde im April und Mai an ihrer genauen Gliederung und Erstellung gearbeitet.

Fotoausschnitt eines Großteils des engeren MitarbeiterInnenkreises des Projektteams während der Präsentation am 24.5.2002 vor den Bildern, die in BE zur Musik des 1. Satzes der Orgelsonate I von Stefan Kocsis entstanden sind (durch Klicken auf jedes dieser Bilder: großformatige Darstellung; durch Klicken auf den Rest des Fotos: Öffnen des ganzen Fotos)

Link zur Musikalischen Grafik mit genauer Bildbeschreibung und Informationen zu den Urhebern der Bilder

     

Die ursprünglich geplanten Audio-Aufnahmen der von SchülerInnen musizierten Werke von Stefan Kocsis mussten aus zeitlichen Gründen auf Ende Mai bis Anfang Juli 2002 verschoben werden. Wegen diverser Terminprobleme gelang es allerdings nur, von einem Großteil der bei der Projektvorstellung vorgetragenen Musikstücke Tonträger herzustellen.

 

Zwei Wochen vor dem Präsentationstermin begannen intensive Vorbereitungen für die offizielle Vorstellung der Internetseite:

· Versenden der schriftlichen Einladungen an die Ehrengäste
·

Fertigstellung der Buchversion des gesamten Projekts (endgültiges Layout, Ausdrucke, Buchbinden etc.)

· Organisation des Buffets
· Erstellen des Programm-Ablaufs der Präsentation
· intensive Probenarbeit mit den Instrumentalsolisten und Ensembles
· Gestalten des Musiksaals inklusive der Ausstellungstafeln
· Vorbereitung der Geschenke für Prof. Stefan Kocsis
·

Generalprobe der Projektpräsentation

Am 24. Mai 2002 mündeten all diese Bemühungen und Arbeiten in eine abendfüllende Vorstellung des Projekts unter Anwesenheit von Prof. Stefan Kocsis (siehe Kapitel „Präsentation). Dabei versuchten die SchülerInnen die meisten Teilbereiche zumindest überblicksartig, exemplarisch aber auch ins Detail gehend, darzustellen. Das Musizieren vieler Kocsis-Werke bildete zusätzlich einen wichtigen Punkt bei der Gestaltung dieser Präsentation. 

Gymnasium Oberpullendorf bei Nacht, aufgenommen von einem ortsansässigen Kollegen einige Tage vor der Präsentation, als die Zeit fast zu knapp wurde (vier hell erleuchtete Fenster = Musiksaal)

fast vollständiges Team des engeren MitarbeiterInnenkreises mit Lehrern und Prof. Kocsis in der Pause des Präsentationsabends, 29.5.2002

Blechbläserquintett beim Musizieren einer Intrada von Stefan Kocsis unter Leitung des projektbetreuenden Lehrers und Posaunisten Mag. Johann Hofer, ebd.

Mag. Reinhard Mittermann bei Prof. Stefan Kocsis in seinem Unterpullendorfer Haus bei der Endkorrektur eines Vorabdrucks eines Satzes der 1. Orgelsonate, 2002

An den folgenden Unterrichtstagen musste noch eine kürzere Version der Projektvorstellung für das Schulfest am 29. Mai 2002 vorbereitet werden. Im Rahmen dieser Veranstaltung konnten dann einem interessierten Publikum mit zahlreichen Ehrengästen und dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl an der Spitze ausgewählte Kostproben von „Stefan Kocsis ein Porträt gezeigt und dargeboten werden.

Nach dem Schulfest begann eine weitere, nicht mehr direkt im Unterricht stattfindende, arbeitsintensive Phase, die zunächst die Nachbereitung der beiden vorangegangenen Großereignisse zum Ziel hatte. Danach stand die Weiterführung der internetgerechten Umsetzung des Projekts auf Basis der Buchversion im Vordergrund. Die endgültige Fertigstellung der Site war ursprünglich für Herbst 2002 vorgesehen, war aber bei der Fülle an Daten, Medien usw. nicht einzuhalten und sollte sukzessive in den nächsten Monaten fertig gestellt. Allerdings war es dann aus verschiedenen Gründen erforderlich, die Arbeiten an diesem Projekt für einen längeren Zeitraum einzustellen, was aber letztlich positive Auswirkungen haben sollte. Es wurde nämlich entschieden, die ausständigen Kapitel in einer umfassenderen Art und Weise auszuarbeiten, als es ursprünglich vorgesehen war. Dadurch konnte insgesamt eine ausbalanciertere Gewichtung der einzelnen Themenbereiche zueinander erzielt werden. Die endgültige Fertigstellung erfolgte daher erst im Sommersemester 2004. Die Zweitauflage der Buchversion soll nunmehr definitiv im Wintersemester 2004/2005 herausgegeben werden.

Ein wichtiger Punkt, der bei den Ausführungen zur Chronologie nicht fehlen darf, sei abschließend noch erwähnt: Die Meetings der beiden Musikerzieher Mag. Reinhard Mittermann und Mag. Johann Hofer mit Prof. Kocsis in seinem Haus in Unterpullendorf (übrigens in sehr gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen) fanden in einem fast 2-wöchigen Turnus statt, wobei die fertig ausgearbeiteten Beiträge zur Durchsicht und Korrektur übergeben wurden. Aufgrund der Vielzahl an Kontakten mit dem Komponisten kam es immer wieder zu neuen Anregungen, die ergänzend in die Arbeit übernommen wurden.

 

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