|
|
|
Diese Foto-Collage soll auf den ersten Blick stellvertretend für eine fachlich aufwendige Einleitung ein paar optische Eindrücke von dem vermitteln, was Prof. Stefan Kocsis mit seiner Arbeit als Dirigent und Chorleiter im Bezirk Oberpullendorf alles auf die Beine stellen konnte. Es geht dabei nicht um das Erkennen einzelner Details (dafür wäre das Bildformat viel zu klein), sondern um das Wahrnehmen größerer Zusammenhänge. Und weil bereits die Fotogestaltung vom üblichen Stil etwas abweicht, bietet sich an, auch gleich die Gedanken dazu in einer unkonventionelleren Art und Weise zu formulieren. Man könnte diese Collage als Bildvorlage für eine in sechs Abschnitte gegliederte Komposition auffassen. Dann würde ein in Stichworten skizziertes Programm etwa wie folgt lauten:
PS: Durch Klicken auf jedes der Bilder der Foto-Collage kann deren „normale“ vergrößerte Darstellung aufgerufen werden. Durch Klicken auf eine beliebige Stelle des transparenten Randbereichs kann eine großformatige Darstellung der Collage geöffnet werden. Was Professor Stefan Kocsis für die Musikkultur des Mittelburgenlands bewirkte, kann ohne zu übertreiben als Großtat bezeichnet werden. Faktisch in der Stunde null beginnend, gelang es ihm, wie er es selbst bezeichnete, im „kulturell ausgetrockneten“ Bezirk Oberpullendorf, wo es „nichts gab“, durch viel Engagement und zielstrebige Probenarbeit ein Vokalensemble zu formen, das zu Spitzenleistungen fähig war. Der Mittelburgenländische Lehrerchor schaffte es, am Zenit seines Könnens in Kooperation mit verschiedenen in- und ausländischen Orchestern einige der größten Werke der Musikliteratur aufzuführen. Wie es dazu kam und welche Hintergründe bei dieser Erfolgsstory mitspielten, kann oben im entsprechenden, sehr ausführlich gestalteten Beitrag erfahren werden. Dass für die Aus- und Weiterbildung verantwortliche Stellen an einem solch erfolgreichen Chorleiter reges Interesse zeigten, versteht sich von selbst. So bekam Stefan Kocsis etliche Angebote, bei Fortbildungsveranstaltungen für den Burgenländischen Sängerbund und das Volksbildungswerk für das Burgenland die Chortage bzw. -übungen oder -seminare zu leiten. Prof. Kocsis übernahm natürlich gern diese Aufgaben (s. „Chorleiterkurse“). Eine weitere Folge des guten Rufs, den sich Kocsis als Leiter „seines“ Mittelburgenländischen Lehrerchores erworben hatte, waren die Einladungen zur Mitwirkung in verschiedenen Jurys, vor allem bei zahlreichen Landesjugendsingen. Unter „Juror“ werden aber auch andere, teilweise über das Kapitel „Dirigent und Chorleiter“ hinausgehende Tätigkeiten besprochen, um alle Jury-Funktionen in einer übersichtlichen Gestaltungsart betrachten zu können. Obwohl Prof. Kocsis als Dirigent und Chorleiter in Bereiche vorstoßen konnte, die niemand zunächst erwartet oder für möglich gehalten hätte, war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, in seinem Heimatort Unterpullendorf die Kantorstelle, die er schon seit seiner Jugendzeit innehatte, auch weiterhin auszuüben. Damit verbunden war auch die Leitung des örtlichen Kirchenchores. Für Kocsis war zwar die Zielsetzung eine gänzlich andere als beim Mittelburgenländischen Lehrerchor. Die Aufgabe selbst war für ihn allerdings nicht minder wichtig und lohnend. Informationen dazu bietet „Chor Unterpullendorf“. Höchst interessante Erkenntnisse vermittelt der letzte Artikel „Wiener Sängerknaben“. Hier wird gezeigt, wie groß die Wertschätzung eines profunden Kenners gegenüber den chorleiterischen Fähigkeiten von Prof. Kocsis war, denn sonst hätte ihn Prof. Ferdinand Grossmann, der Leiter dieses Aushängeschilds der österreichischen Chortradition, nie als Chorleiter für die Wiener Sängerknaben gewinnen wollen. Prof. Stefan Kocsis entschied sich allerdings gegen dieses verlockende Angebot – zum Wohle der Familie, aber (unbewusst) auch der kulturellen Entwicklung des Bezirks Oberpullendorf.
|