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Für
Stefan Kocsis, der aus bäuerlichen Verhältnissen stammt, stand bereits
seit seiner Kindheit die Familie im Mittelpunkt seines Lebens. Er lernte
schon früh die Geborgenheit, den Schutz, die Sicherheit und viele weitere
Vorzüge innerhalb einer intakten Familie kennen, was ihm in vielen
Bereichen seiner Entwicklung einen wichtigen Rückhalt bot. Obwohl die
äußeren Umstände während seiner Kindheit und Jugendzeit ungünstig
waren (Zeit vor dem 2. Weltkrieg, die Kriegs- und Nachkriegsjahre) und die
wirtschaftliche Situation nicht immer einfach war, förderten seine Eltern
trotz ursprünglicher Bedenken die Entfaltung seiner künstlerischen
Interessen und Fähigkeiten. Sie unterstützten letztendlich Stefans
Wunsch nach einer musikalischen Ausbildung nicht nur ideell, sondern auch
materiell, indem sie die benötigten Instrumente kauften und das Studium
in Wien ermöglichten. |
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Die
Jahre von 1951 bis 1960 waren von zahlreichen, oft monatelang dauernden
Konzertreisen mit dem Wiener Akademie-Kammerchor gekennzeichnet, wo Stefan
Kocsis einerseits unschätzbare persönlichkeitsbildende Eindrücke
gewinnen konnte, andererseits aber auch erfahren hat, was es bedeutet, von
zu Hause weg zu sein, vor allem dann, wenn man eine Familie mit Kindern
hat. Es zeigte sich, dass ein Leben als konzertierender
Künstler mit dem Lehrberuf und einer eigenen Familie nur mit vielen Kompromissen und Entbehrungen
vereinbar ist. Diese Erkenntnis und Kocsis' ausgeprägter Familiensinn
beeinflussten in weiterer Folge viele Entscheidungen, die seinen
musikalischen Weg betrafen. So nahm er beispielsweise lukrative Angebote
wie die Leitung der Wiener Sängerknaben oder das Amt des Grazer
Domkapellmeisters nicht an, womit er auf eine große persönliche Karriere
zugunsten seiner Familie verzichtete. Einer Familie, die später sehr
kinderreich wurde und die viel Zeit und Zuwendung benötigte. |

Wr.
Sängerknaben: Angebot S.1

ebd. S. 2
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Verica,
Andreas, Stefan, Martin, Jelka und Anka, die 6 Kinder von Stefan Kocsis
und seiner Frau Anna, konnten so in einem Zuhause aufwachsen, in dem beide
Elternteile für die Erziehung sorgten. Natürlich nahm sich der Vater in
einem besonderen Ausmaß der musikalischen Ausbildung seiner Kinder an,
unterrichtete sie in Klavier und Violine und beeinflusste damit deren
Entwicklung und teilweise sogar deren Berufswahl entscheidend. So
studierten sein ältester Sohn Andreas und sein zweiter Sohn Stefan am
Konservatorium in Eisenstadt Violine und Violoncello, nach der Matura an
der Wiener Musikhochschule. Beide studierten dort auch Komposition. Heute
ist Andreas Stimmführer der Violoncelli im Orchester der Wiener
Volksoper. Stefan war nach seinem Studium als Geiger in Barcelona und
Greifswald engagiert. Derzeit ist er Mitglied des Philharmonischen
Orchesters in Kuala Lumpur. Der jüngste Sohn Martin legte die
Lehrbefähigungsprüfung für Violine und Klavier (1. Diplom) und das
Konzertfach aus Violine am Konservatorium in Eisenstadt ab. Die 2.
Diplomprüfung aus Violine und den akademischen Grad erwarb er an der
Universität für Musik in Wien. Derzeit ist er fixes Mitglied des
bekannten Haydnquartetts. Stefan Kocsis' Tochter Jelka studierte in Wien
Musikpädagogik und Musiktherapie und arbeitet nun als Musiktherapeutin.
Die jüngste Tochter Anka studierte Publizistik und ist zur Zeit beim ORF
in Eisenstadt beschäftigt. |
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Ausschnitt eines
Fotos vom Cellokonzert in der Deutschkreutzer Kirche (1982) |

Ausschnitt eines
Fotos von einem weiteren Konzert in der Deutschkreutzer Kirche (1982) |

Ausschnitt eines
bvz-Berichts vom 22.6.1983 |
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Kurzbiografie
aus der Diplomarbeit
von Martin Kocsis
(April 2001) |
Stefan Kocsis mit
Gattin Anna bei der Präsentation des Projekts „Stefan
Kocsis - ein Porträt“ im Gymnasium Oberpullendorf (24.5.2002) |

Anna Kocsis nach der
Überreichung des Blumenpräsents im Rahmen der Projekt-Präsentation
(24.5.2002) |
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Stefan
Kocsis, der mittlerweile fünffacher Großvater ist, genießt als
Familienmensch die Beschäftigung mit seinen Enkelkindern Nikola, Luka,
Mira (Kinder von Jelka), Katharina und Franziska (Kinder von Andreas).
Auch hier zählt die Musik wieder zu den Fixpunkten der „erzieherischen“ Tätigkeiten.
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