Forschungstätigkeiten

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Volksliedforschung
Kroatische Sakralmusik

Dass Stefan Kocsis nicht nur Musikkennern, sondern auch einem breiten Publikum als Komponist, Orgelvirtuose, Lehrer, Chorleiter und Dirigent ein Begriff ist, steht außer Zweifel. Schließlich war Prof. Kocsis derjenige, der speziell im Bezirk Oberpullendorf durch sein jahrzehntelanges engagiertes Auftreten und Wirken vieles dazu beigetragen hat, dass sich eine rege kulturelle Szene entwickeln konnte.

Im Gegensatz dazu dürften der Öffentlichkeit jedoch Stefan Kocsis' Tätigkeiten im Bereich der Musikforschung etwas weniger bekannt sein. Diese konzentrierten sich auf zwei Gebiete: einerseits auf die für die burgenländischen Kroaten immens wichtige Auseinandersetzung mit ihrem alten, teilweise fast vergessenen Liedgut, andererseits auf die aufwendige musikwissenschaftliche Aufbereitung der kroatischen Sakralmusik im Burgenland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart.

 

Die erstgenannte Forschungstätigkeit führte zu einer 252 kroatische Volkslieder umfassenden Sammlung aus Tondokumenten, die in den 50er- und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Gemeinden und Regionen des Burgenlandes aufgenommen wurden und so der Nachwelt erhalten werden konnten. Mittlerweile wurde im Zuge einer Diplomarbeit von Prof. Kocsis' Sohn Martin an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst die komplette Sammlung der ursprünglichen Tonbandaufnahmen ins CD-Format übertragen und somit technologisch zukunftssicher aufbereitet. Die analytischen Betrachtungen und Ausführungen dieser Diplomarbeit bildeten die Basis für unser Kapitel „Volksliedforschung“.

Foto vom 29.4.2002 mit Symbolcharakter: auf der Orgelbank das amerikanische Tonbandgerät, mit dem Stefan Kocsis seine Forschungsarbeit zum kroatischen Volkslied im Burgenland betrieb, gelehnt an die Orgel, welche als das liturgische Instrument der Sakralmusik der burgenländischen Kroaten das zweite Forschungsgebiet Kocsis' versinnbildlicht

   

Die Ergebnisse der Studien zur kroatischen Sakralmusik wurden von Prof. Stefan Kocsis im Jahr 1998 publiziert. Als profundem Kenner dieser Musik gelang es ihm in mühevoller Kleinarbeit viele neue Erkenntnisse zu gewinnen und in einer für diese schwierige Materie ansprechenden Aufbereitung die historische Entwicklung der kroatischen Sakralmusik im Burgenland darzustellen. Diese fast 100 Seiten umfassende Publikation war die Grundlage für unser Kapitel „Kroatische Sakralmusik“.

Beide angesprochenen Kapitel dieser Internetsite ermöglichen somit einen Zugang zur Arbeit des Musikforschers Stefan Kocsis, ohne die ein Verstehen der Gesamtpersönlichkeit dieses Künstlers nicht denkbar wäre.

 

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