Hausorgel

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Es ist sicherlich nicht alltäglich, dass jemand eine Hausorgel besitzt und sie in seinem Wohnzimmer stehen hat. Prof. Stefan Kocsis fasste schon 1953, also mit 23 Jahren, den Entschluss, sich eine Hausorgel bauen zu lassen. Einen Großteil der Anschaffungskosten verdiente er (seinen eigenen Ausführungen nach) durch seine Teilnahme an der ersten und zweiten Amerika-Tournee mit dem Wiener Akademie-Kammerchor. Dennoch musste Kocsis aber zusätzlich noch seine Eltern und Freunde um Geld „anpumpen“, wie er selber sagt, um den Restbetrag aufbringen zu können. Dass der Kauf eines solchen Instruments eine Großinvestition darstellt, wird jeder nachvollziehen können, der weiß, dass ein Register nach heutigem Wert ungefähr 12.500 € kostet. Und immerhin hat die Orgel aus dem Hause Gregor Hradetzky 10 Register, aufgeteilt auf 2 Manuale und Pedal. Sie ist ausgelegt für einen Raum von etwa 60 m² und wurde perfekt für diesen intoniert. Seit dem Erwerb dieses Instruments war es dem Organisten Stefan Kocsis somit möglich, Orgel ganz ernsthaft und unabhängig von irgendwelchen äußeren Einflüssen zu studieren.

die Hausorgel in Prof. Kocsis' Wohnzimmer

Als die Fotogruppe des Projektteams gemeinsam mit Mag. Reinhard Mittermann am 23. Jänner 2002 zwecks Sichtung des Bildmaterials Prof. Stefan Kocsis in seinem Haus in Unterpullendorf besuchte, wurden auch einige Schnappschüsse gemacht, die den Orgelvirtuosen (gemeinsam mit den Schülerinnen) an seinem kostbaren Instrument zeigen. Ein Teil davon kann in der anschließenden Mini-Bildergalerie betrachtet werden. Ganz rechts befindet sich ein weiteres Foto, das die komplette Orgel in einer Frontansicht zeigt. Es wurde mit einer Spiegelreflexkamera geknipst und entstand während eines späteren Arbeitstreffens des Lehrerteams mit Prof. Kocsis. Diese Analogaufnahme wurde eingescannt und für eine großformatige Darstellung aufbereitet, sodass kleinere Details gut erkennbar sind. Allerdings erfordert die Datei aufgrund ihrer Größe (ca. 120 KB) eine längere Ladezeit.

Prof. Kocsis an seiner Hausorgel, rechts im Hintergrund ist ein Teil des Bösendorfers zu sehen; 23.1.2002

Prof. Kocsis an der Orgel mit Schülerinnen der Fotogruppe des Projektteams beim Erklären eines Notenbeispiels, 23.1.2002

Prof. Kocsis an seiner Hausorgel, 23.1.2002

die Hausorgel in großformatiger Darstellung, Anfang 2002

 

Da Prof. Stefan Kocsis als hervorragender Fachmann und Kenner des Instruments Orgel ganz präzise bauliche und klangliche Vorstellungen hatte, war es für ihn nahe liegend, die Disposition gleich selbst zu erstellen. Das Ergebnis dieser Arbeit ist ein Instrument mit ausgezeichneten Klangeigenschaften, das ideale Bedingungen zum Musizieren und intensiven Vorbereiten von Konzertprogrammen bietet. Und das noch dazu im eigenen Wohnzimmer!

 

 

Hausorgel

Erbauer: Gregor Hradetzky, Krems, 1963

Disposition: Stefan Kocsis

 

Disposition

 

1. Manual:

 

2. Manual:  
Gedackt 8’ Rohrflöte 8’
Prinzipial 4 Spitzflöte 4’
Regal 8 Prinzipal 2
Mixtur 1, 3fach Quint 1 1/3
       
Pedal:   Koppeln:  
Subbass 16’ ???  
Pommer 4 ???  

 

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