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Es gibt allerdings auch bei diesem Kapitel einen speziellen Oberpullendorf-Bezug, der direkt mit der Unterrichtsarbeit von Prof. Stefan Kocsis an der örtlichen Musikschule zu tun hat. Dort hatte er es nämlich geschafft, eine Auswahl seiner musikalisch begabteren KlavierschülerInnen so weit zu bringen, dass eine Aufnahme in das Eisenstädter Konservatorium möglich war. Außerdem gelang es ihm, Franz Schitzhofer, den damaligen Leiter des Haydn-Konservatoriums, zu bewegen, so etwas ähnliches wie einen Expositurbetrieb für die Dauer von drei Jahren in Oberpullendorf einzurichten. In den Schuljahren 1971/72, 1972/73 und 1973/74 nahmen daher seine unter dem Kapitel „Musikschule“ genannten und vorgestellten SchülerInnen Anton Perusich, Liane Lipovits (unter ihrem damaligen Mädchennamen Wohlmuth), Reinhard Mittermann, Hilde Halvax, Barbara Buzecki sowie Werner Schwarz (heute Dr. jur., Rechtsanwalt in Oberpullendorf) und Thomas Horvatits (heute Dr. med., praktischer Arzt in Kobersdorf und noch immer, allerdings im privaten Rahmen, kammermusikalisch aktiver Pianist) an einem dreijährigen Lehrgang teil. Zusätzlich machte noch der Gitarrist Ernst Augustin (heute Musikschullehrer) diese Ausbildung mit. Der Unterricht fand in den Räumlichkeiten der Musikschule, die ihrerseits ja wieder in der Zentralschule untergebracht ist, statt. Neben den Instrumenten wurden noch die Fächer Tonsatz, Harmonielehre und Musikgeschichte unterrichtet. Die jährlichen Abschlussprüfungen mussten jedoch immer im „Joseph Haydn-Konservatorium des Landes Burgenland in Eisenstadt“ (exakte Formulierung wie sie auf den Zeugnissen von damals ausgewiesen ist) abgelegt werden.
In Eisenstadt selbst hatte Prof. Stefan Kocsis während seiner Zeit als Lehrer am Joseph Haydn-Konservatorium sehr viele spätere Kapellmeister des Burgenlandes auszubilden, wobei er sie in Tonsatz, Chor- und Ensembleleitung unterrichtete. Oder mit Kocsis' Worten ausgedrückt: Fast alle Kapellmeister im Burgenland sind quasi durch seine Schule gegangen.
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