Die
sakrale Musik der burgenländischen Kroaten
in
Geschichte und Gegenwart
Stefan
Kocsis, dem dieser Bereich der kroatischen Musikkultur ein besonderes
Anliegen ist, setzte sich in zweijähriger Forschungsarbeit intensiv mit
dieser Thematik auseinander. Er konnte dabei nicht nur auf reiche
Erfahrungen seiner jahrzehntelangen Tätigkeiten im Bereich der
Kirchenmusik als Kantor, Chorleiter und Komponist zurückgreifen, sondern
auch auf wissenschaftliche Kenntnisse, die er durch seine Mitarbeit an führender
Stelle bei der Herausgabe der beiden Missalia in burgenländisch-kroatischer
Sprache erworben bzw. vertieft hatte. Die unter dem Titel „Rimski Misal“
erschienenen Missalia wurden über direkten Auftrag des damaligen burgenländischen
Diözesanbischofs DDr. Stefan László in den Jahren 1970 und 1981
herausgegeben. Stefan Kocsis eignete sich außerdem aufgrund zahlreicher
Auslandsaufenthalte (beispielsweise in Kroatien) und seines regen
Interesses an der dortigen Kirchenmusik ein enormes diesbezügliches
Wissen an. Dies kam ihm bei den Studien zur sakralen Musik der burgenländischen
Kroaten in Geschichte und Gegenwart ebenso zugute wie die geknüpften
Kontakte zu führenden Persönlichkeiten der Sakralmusik im In- und
Ausland.
Im
Jahr 1998 wurden die Ergebnisse seiner Forschungstätigkeiten in einem 98
Seiten umfassenden Kapitel einer Publikation, die von Dr. Ursula Hemetek für
das Kroatische Kultur- und Dokumentationszentrum (Hrvatski Kulturni i
Dokumentarni Centar) herausgegeben wurde, einer breiten Öffentlichkeit
vorgestellt. Der genaue Titel dieser Publikation lautet:
...
und sie singen noch immer
...
još si svenek jaču
MUSIK
DER BURGENLÄNDISCHEN KROATEN
MUZIKA
GRADIŠĆANSKIH HRVATOV
Dr.
Ursula Hemetek ist Universitätsassistentin
und Lehrbeauftragte am Institut für Volksmusikforschung der Universität
für Musik und darstellende Kunst in Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte
liegen auf dem Gebiet der traditionellen Musik von Minderheiten in Österreich,
insbesondere der Roma und der burgenländischen Kroaten. Ihre Lehrtätigkeit
betrifft die „Musik der Minderheiten in Österreich“.
Alle
nachstehenden Ausführungen beruhen auf den Forschungsergebnissen, zu
denen Stefan Kocsis in der oben angeführten Publikation gekommen ist. Mit
welcher Genauigkeit und Liebe zum Detail Kocsis seine Studien betrieben
hat, wird auch bei einem kurzen Beispiel wie dem „Lied vom Theophil“
deutlich, ein Lied, das im Jahr 1988 anlässlich des Festgottesdiensts in
Trausdorf mit Papst Johannes Paul II. in einer von Kocsis instrumentierten
Version vom Volk gesungen wurde.
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1.
Seite der Ausführungen zum „Lied vom Theophil“ |

2.
Seite der Ausführungen zum „Lied vom Theophil“ |
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Seit
der Migration im 16. Jahrhundert spielte das sakrale Liedgut in der
Geschichte der burgenländischen Kroaten eine wichtige Rolle. In
Notenschrift verfasste Druckausgaben sakraler Musik sind erst ab dem Ende
des 19. Jahrhunderts nachzuweisen. Davor gab es zahlreiche Textausgaben
sakraler Gebet- und Gesangbücher.
Es
ist anzunehmen, dass ein Teil der im 16. Jahrhundert zugewanderten Kroaten
auch in ihrer neuen Heimat die Liturgie zunächst noch im
kirchenslawischen Ritus feierte. Dieser glagolitische Gesang wurde ein-
oder zweistimmig ohne Instrumentalbegleitung ausgeführt. Es gibt keinen
Nachweis einer Instrumentalmusik während der Eucharistiefeier oder
anderer sakraler Handlungen.
Das
liturgische Instrument der burgenländischen Kroaten war und ist die
Pfeifenorgel. Der heute ebenfalls übliche Einsatz von Tamburicaensembles
in der Liturgiefeier ist zu hinterfragen, nicht zuletzt deshalb, weil
damit oft eine „Verschlagerung“ der Kirchenmusik Hand in Hand geht.
Die Tamburica wurde erst in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts aus
Kroatien importiert. Die burgenländischen Kroaten neigen zu neuen
Ausdrucksformen in der Sakralmusik, hängen aber auch an ihrer Tradition.
Ihre Domäne liegt im ein- bzw. zweistimmigen (Terzen-) Gesang.
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Die
Erforschung des kroatischen Kirchenliedes setzte erst am Anfang des 20.
Jahrhunderts ein. Die ältesten schriftlichen und sprachlichen Dokumente
der burgenländischen Kroaten, die Texte des „Vater unser“ (Otče
naš) und des
Osterliedes „Christ ist erstanden“ (Kristvšje gore ustal), stammen
aus dem Jahr 1564 (Klingenbacher Missale) und beinhalten keine Noten. Das
Osterlied darf keinesfalls als ältestes kroatisches Kirchenlied im
Burgenland bezeichnet werden, sondern als älteste Übersetzung des
Liedes. Es gibt sechs Textversionen aus mehreren Jahrhunderten, die
erstaunliche Übereinstimmungen aufweisen.
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„Otče
naš“:
notiert in lateinischer und glagolitischer Schrift (aus der
Neuauflage des „Rimski
misal“,
Rom, 1927) |
Die
protestantische Kirche betrachtete im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts
einen bedeutenden Teil des Gregorianischen Melodienschatzes als ihr eigen.
Kroatische Gesangbücher des protestantischen Pfarrers von Deutschkreutz
Gergur Pythiraeus Mekinić
waren erstmals in Druck erschienen. Noch zu Lebzeiten Martin Luthers gab
es viele Übersetzungen von lutherischen geistlichen Liedern ins
Kroatische. Der protestantische Einfluss war enorm, doch nicht immer wurde
der deutsche Urtext der Melodie angegeben, das heißt viele „kroatische
Lieder“ sind in Wirklichkeit deutsche Melodien.
Die
Kroaten wurden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit dem
Protestantismus konfrontiert, sie erkämpften sich aber bis zum Ende des
16. Jahrhunderts das Recht, ihre Priester selbst zu bestimmen. Die
geistlichen Lieder der Reformation wurden von den katholisch orientierten
Kroaten aus Glaubensgründen abgelehnt.
Alle
gedruckten katholischen Gebet- und Gesangbücher des 18. und 19.
Jahrhunderts sind Textausgaben ohne Noten. Stefan Kocsis konnte aber zu
den meisten Texten der ältesten Ausgaben die dazugehörige Melodie
finden.
Juraj
Mulih ist der Autor des 1750 in Györ erschienen Gesangbuches „Duhovne
jacske“ (Geistliche Lieder). Diese spiegeln in der Anordnung der Lieder
den Bußcharakter dieses Jesuitenmissionars wider. Ein interessanter
Aspekt betrifft die Melodien einiger Lieder, bei denen ursprünglich
kroatische Volkslieder einfach mit sakralen Texten versehen wurden. Diese
Vorgangsweise ist auch aus anderen Epochen und Kulturkreisen bekannt. Auch
in späteren Ausgaben der sakralen Musik burgenländischer Kroaten gibt es
Volksliedelemente.
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Besondere
Bedeutung nehmen im Bereich der barocken sakralen Literatur das 1753
erschienene „Duhovni vertlyacz“ (Geistliches Gärtlein) von Lovre
Bogović und Bogomir Palković sowie das 1754 erschienene „Hisa
zlata“ (Goldenes Haus) von Lovre Bogović ein. Vor allem das
letztgenannte Gebet- und Gesangbuch war bei den burgenländischen Kroaten
sehr beliebt, es erschien bis zum 19. Jahrhundert in ca. 20 Auflagen.
Zum
vergleichenden Quellenstudium eignet sich neben anderen
Liedsammlungen vor allem die in drei Ausgaben erschienene „Cithara
octochorda“, das epochalste Werk des 18. Jahrhunderts, das ohne
Zweifel auch die ersten Ausgaben der burgenländischen Kroaten (Bogović/Palković)
beeinflusst hat. Die Frage nach dem Autor bzw. den Autoren ist noch
immer nicht restlos geklärt, da in allen drei Ausgaben der Name des
Verfassers fehlt.
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Titelseite
des Gesangbuchs „Hisa Zlata“ (Kopie des Originals von
1754) |
Im
19. Jahrhundert waren die Träger der Musiktradition im profanen Bereich
das Volk und im sakralen Bereich die Priester und die sogenannten
Kantorlehrer, deren Ausbildung durch zwei Studienrichtungen geprägt war:
Pädagogische und musikalische Fächer mussten gleichwertig belegt werden.
Der Kantorlehrer, der sich an einer römisch-katholischen Schule um eine
Stelle bewarb, hatte zahlreiche Pflichten zu erfüllen, wie z. B.
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Organist
und Chorleiter in der Kirche
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| · |
Tätigkeit
als Pädagoge in der Schule
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| · |
Wahrnehmung
amtlicher Arbeit als Praeceptor (Notar)
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Wie
eine Stellenausschreibung in Unterpullendorf aus dem Jahr 1925 belegt, kam
eine durchaus lukrative Besoldung in Form eines Hauses mit Garten, Äckern,
Wiesen und Naturalien in Frage. Um die Stelle eines Kantorlehrers zu
erlangen, musste vor der ganzen Gemeinde ein Probespiel absolviert werden.
Dabei mussten die Kandidaten den Volksgesang begleiten und singen. Ein römisch-katholischer
„Schulstuhl“ unter dem Vorsitz des Ortspfarrers entschied über die
Besetzung.
Jure
Vajković,
geboren 1799 in Trausdorf, war Kantorlehrer und übte die Funktion eines
Notars aus. Er hinterließ das bis jetzt älteste Manuskript sakraler
Lieder mit Notation. Es hat 52 Seiten und besteht ausschließlich aus
Marienliedern. Dieses Manuskript aus dem Jahre 1816 wurde 1917 von Janko
Barlé in der Musikzeitschrift „Sveta Cecilija“ veröffentlicht;
derzeit ist das Manuskript jedoch verschollen.
Eine
aus dem Jahr 1807 stammende Liedsammlung ohne Titel wird ebenfalls Jure
Vajković
zugeschrieben. Sie enthält Lieder für verschiedene Feste des
Kirchenjahres. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass Vajković
diese Liedsammlung 1807 geschrieben hat, da er erst 1799 geboren wurde.
Janko
Barlé zitiert noch einige Manuskripte, die er gesichtet hat und die jetzt
verschollen sind, darunter jene des Steinbrunner Kantorlehrers Vide
Gludovac (1804) und des Nikitscher Lehrers Ljudevit Kuzmić.
Eine
anonyme Handschrift aus dem Jahr 1828 beinhaltet 36 Lieder, die fast alle
kroatischen Ursprungs sind. 24 Melodien sind im C-Schlüssel notiert, die
restlichen Lieder liegen nur als Texte vor. Auffallend ist das Fehlen von
Marienliedern.
Das
aus dem Jahr 1840 stammende Manuskript des Ivan Szalai wurde nach genauer
Analyse der Handschrift als Abschrift des Manuskripts von Jure Vajković
identifiziert. 14 Lieder sind nachweislich bei Vajković
zu finden.
Andere
wertvolle geistliche Lieder sind in der 1871 entstandenen Handschrift von
Petar Zarich enthalten. Bei einem Teil der Lieder ist der deutsche und
ungarische Einfluss deutlich spürbar. 71 Lieder sind mit Noten, 3 nur mit
Text aufgezeichnet.
Grgo Gusić
(1821-1894) war Kantorlehrer in verschiedenen kroatischen Gemeinden. Seine
Manuskripte wurden von Jakob Dobrovich jahrelang analysiert, transkribiert
und für den Druck vorbereitet. Dobrovichs Tochter veranlasste 1985, ein
Jahr nach dem Tod ihres Vaters, die Drucklegung. Im Nachlass von Gusić
befinden sich ca. 1000 Lieder, von denen viele dem sakralen Bereich
zuzurechnen sind. Es sind allerdings nur 26 Melodien in Noten
aufgezeichnet.
Abschließend
ist zu sagen, dass die musikalische Ausbildung der Kantorlehrer zuwenig
fundiert war und die meisten Lieder nur Übersetzungen aus anderen
Kulturkreisen sind. Die metrische Frage spielte scheinbar keine Rolle. Der
Melodie wurde häufig ein Text unterlegt, der weder dem Musik- noch dem
Wortakzent entspricht.
File
Szedenik (1862-1920) war aufgrund seiner vielseitigen schriftstellerischen
Tätigkeit einer der profiliertesten Kantorlehrer des ausgehenden 19.
Jahrhunderts. Er war Initiator des 1. Orgelbuches der burgenländischen
Kroaten „Crikveni jačkar“.
Mihovil
Naković
(1840-1900) war eine der profiliertesten Lehrerpersönlichkeiten im
Hinblick auf die Erhaltung des übernommenen sakralen Liedguts der burgenländischen
Kroaten. Von ihm stammen zahlreiche Texte und Übersetzungen. Er sammelte
neben sakralen Liedern auch Volkslieder.
1901
erschien das erste Gesangbuch der burgenländischen Kroaten mit
Orgelbegleitung unter der Redaktion von Martin Borenić
(1850-1939) und Mihovil Naković.
Es beinhaltet neben einem Vorwort insgesamt 263 Lieder. Auch hier sind
viele metrische Schwächen nachzuweisen.
Ivan
Vukovich (1876-1957) versuchte als langjähriger Kantor und Direktor der
Volksschule in Parndorf auf dem Gebiet des Chorwesens neue Wege zu gehen.
Das gelang ihm mit der Gründung eines gemischten Chores. Die meisten
kroatischen Chöre des angehenden 20. Jahrhunderts waren Männerchöre.
Vukovich schuf eigene Sätze kroatischer Kirchenlieder, die 1942 in seiner
„Napevka“ (Gesang- und Orgelbuch) veröffentlicht wurden. Hier sind über
300 Melodien enthalten, von denen die meisten noch immer von den burgenländischen
Kroaten gesungen werden. Der genaue Quellennachweis fehlt leider bei den
meisten Liedern. Vukovich war in erster Linie Bearbeiter und Komponist der
Vokalmusik, wobei das Volkslied einen besonderen Stellenwert hatte. Die
Hymne der Kroaten im Burgenland stammt von Vukovich. Sein Ziel war es, die
metrorhythmische Unordnung der verschiedenen Manuskripte und des ersten
Orgelbuches zu beseitigen.
Msgn.
Prof. Martin Mersich (1894-1983) war in den Sparten Volks- und Kirchenlied
eine unumstrittene Persönlichkeit. Er konnte gemeinsam mit Vukovich viele
der metrorhythmischen Probleme der meisten Kirchenlieder des 19.
Jahrhunderts lösen. Seine Ausgabe „Kruh nebeski“ (Himmelsbrot) ist
heute die Standardausgabe der burgenländischen Kroaten.
Eine
einheitliche Fassung und eindeutige Lösung der metrorhythmischen Frage
ist kaum möglich, da die Übersetzer der Kirchenlieder aus verschiedenen
Orten des Burgenlandes kommen und selbst in nahegelegenen Ortschaften
(Beispiel: Unterpullendorf – Frankenau) die Wortakzente differieren können.
Dementsprechend schwierig gestaltet sich das Übereinstimmen der Wort- und
Musikakzente.
Das II. Vatikanische
Konzil (1962-1965) leitete mit der Forderung der Einbeziehung des Volkes
in die Liturgie eine neue Ära in der Kirchenmusik ein. Die gesamte
Eucharistiefeier wurde in die Nationalsprachen übersetzt. Im Burgenland
besorgte Martin Mersich in der Anfangsphase einige Transkriptionen, die
musikalische Endredaktion der gesungenen Teile der Eucharistiefeier lag in
den Händen von Stefan Kocsis.
Da es zu dieser Zeit
keine durchkomponierte mehrstimmige sakrale Musik gab, versuchte Kocsis,
eine neue Kirchenmusik zu schaffen. Diese sollte sowohl dem deutschen als
auch dem kroatischen Kulturkreis gerecht werden. So entstanden
beispielsweise ein „Deutsches Ordinarium“, das preisgekrönt wurde und
vom Verlag Doblinger in Wien verlegt wurde, die deutschsprachige Christus-messe (Auferstehungsmesse), die erste kroatische Messe „Maša
Svetoga Donata“ (Donatusmesse), die „Maša Presvetoga Trojstva“ (Dreifaltigkeits-messe) sowie die „Maša Svetoga Lovrenca“
(Laurentiusmesse). Stefan Kocsis’ Werkverzeichnis umfasst insgesamt fünfzehn
kroatische und sechs deutsche Messen (Ordinarien).
Auf
dem kroatischen Sektor der Kirchenmusik versuchte Kocsis, eine neue Form
des Psalms zu komponieren, bei der der Kehrvers vom Volk gesungen wird.
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„Deutsches
Ordinarium“: Beginn des Kyrie

aus
der „Maša
Svetoga Donata“:
Gospodine, smiluj se (Anfang) |

„Deutsches
Ordinarium“: Schreiben
zum Verlagsvertrag, 1966

aus
der „Maša Presvetoga Trojstva“:
Gospodine, smiluj se (Anfang) |

„Auferstehungsmesse“:
Beginn des Kyrie

aus
der „Maša Svetoga Lovrenca“:
Gospodine,
smiluj se (Anfang)
„Psalm
145“
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Die
zeitgenössische Kirchenmusik der burgenländischen Kroaten ist durch zwei
konträre Strömungen geprägt: Einerseits wird an den alten musikalischen
Strukturen festgehalten, andererseits wird versucht, neue geistliche
Lieder in die Eucharistiefeier einzuführen. Diese werden mit dem eher
unsinnigen Begriff „Rhythmische Lieder“ zusammengefasst. Sie sind häufig
Transkriptionen von Spirituals oder stehen unter direktem Einfluss dieses
afroamerikanischen Liedguts. Solch eine Sammlung geistlicher Lieder „Pjevajte
nove pjesme“ (Singt neue Lieder) ist unter der Redaktion von Martin
Zirković 1986 erschienen. Dem Bereich „Rhythmisches Lied“ sind
auch die Liedkompositionen für Kinder und Jugend von Branko Kornfeind
zuzuordnen.
Ansätze
im Hinblick auf die liturgische Musik der burgenländischen Kroaten gibt
es auch in der jüngeren Komponistengeneration beispielsweise bei Josef
Gsertz und Richard Bedenik.
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