Musikalische Aktivitäten

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Zu den wichtigsten musikalischen Aktivitäten, die im Zusammenhang mit diesem Projekt gesetzt wurden, gehört sicherlich das Musizieren etlicher Kompositionen von Stefan Kocsis. Diese Werke, die die SchülerInnen aus freier Entscheidung einstudierten und dabei oft an die Grenzen ihrer momentanen Leistungsfähigkeit gelangten, waren von der Tonsprache her für viele neu und ungewohnt. Trotzdem fanden die InstrumentalistInnen schnell Zugang zu diesen zeitgenössischen Werken.

Das breit gefächerte Programm reichte von Intraden für Blechbläser über Solo-Klavierwerke und Violinstücke mit Klavierbegleitung bis zu einem Querflötenquartett. Es stand zwar von vornherein fest, dass diese Stücke bei einem Präsentationsabend und dem Schulfest zur Aufführung gelangen sollten, doch das war nicht der einzige Grund, diese Werke einzustudieren. Auch im Instrumentalunterricht sollte eine Schwerpunktsetzung den Komponisten Stefan Kocsis betreffend stattfinden. Daher spielten auch andere, nicht an den Konzerten beteiligte InstrumentalistInnen Kocsis-Werke.

Das Programm, das für die beiden Aufführungen vorbereitet wurde, bestand aus folgenden Werken:

„Kleine Suite für Jelka“ für Violine und Klavier

„Kleiner Tanz“ für Violine und Klavier

„Meditation“ für 4 Querflöten

„Intrada 1“ für Blechbläserensemble

„Intrada Pannonica“ für Blechbläserensemble

„7 deutsche Volkslieder“ bearbeitet für Klavier:

„Abschiedslied“

„Bauernlied“

„Geht’s Buam, gehn ma hoam“

„Ich sinne hin und her“

„Rauchfangkehrerlied“

„Sagst allweil von Scheidn“

„Wia höcher der Turm“

„7 kroatische Volkslieder“ bearbeitet für Klavier:

„Curi tiha Godinica“

„Hej jite pite svaci moji“

„Marica rožica“

„Naša mat su rekli“

„Oj Jelena“

„Ribari, Ribari ...“

„Zelena Lipa j' Gorila“

Im Wahlpflichtgegenstand Musikerziehung wurden die von Stefan Kocsis geschriebenen Liedsätze zu „Es saß ein schneeweiß Vögelein“ (2-stimmig) und „Das Bauernröcklein“ (3-stimmig) gesungen.

Beabsichtigt war, von allen Stücken digitale Tonaufnahmen zu machen, was ab Ende Mai 2002 erfolgte. Die dabei entstandenen Einspielungen dienen als Hörbeispiele für die Internetseite und sind gleichzeitig akustische Belege für die aktive Auseinandersetzung mit dem Schaffen des Komponisten. Bei den Aufnahmen ging es zwar primär darum, abhängig von der Leistungsfähigkeit der einzelnen SchülerInnen, möglichst gute Umsetzungen und Interpretationen der Musikstücke zu erzielen. Doch schon das Kennenlernen und Bewältigen der Stresssituation während der Tonaufzeichnungen war für viele der InstrumentalistInnen eine wichtige und größtenteils erstmalige Erfahrung. Genaues Hören, Schulen der Kritikfähigkeit, Streben nach einem konzentrierten und aussagekräftigen Musizieren, Anerkennen von Leistungen sowie viele weitere pädagogische Aspekte ergaben sich bei dieser Art der musikalischen Tätigkeiten von selbst. Wie nicht anders zu erwarten, entwickelten die SchülerInnen bei den Aufnahmen einen enormen Ehrgeiz, der aber trotz allem die Freude am Musizieren und am Schaffensprozess dabei nicht zu kurz kommen ließ.

Musikalische Aktivitäten im weiteren Sinne betrafen die eingehende Auseinandersetzung mit ausgewählten Werken des Komponisten. Hier ist besonders die Analyse des 1. Satzes der 1. Orgelsonate zu erwähnen. Auch das unmittelbare konzentrierte Erleben der Musik des Orgelvirtuosen Stefan Kocsis kann in diesem Zusammenhang genannt werden, da diese Art des aktiven Hörens besonders für das junge, oft an ein passives Konsumieren der Musik gewöhnte Publikum eine echte Herausforderung bedeutete.

 

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