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Dass dieses
Kapitel einen breiten Raum innerhalb des Porträts von Prof. Stefan Kocsis
einnehmen muss, erklärt sich für jeden, der ihn einmal auf der
„Königin der Instrumente“ konzertieren hörte, von
selbst. Sein Orgelspiel lebt von einem intensiven musikalischen Vortrag,
einer stilsicheren Interpretation, einem besonderen Klangfarbenreichtum und
einer beeindruckenden, nie als Selbstzweck verstandenen Virtuosität.
Abertausende von Zuhörern im In- und Ausland konnten davon einen Eindruck
gewinnen, egal ob vor Ort, bei Rundfunk- bzw. Fernsehaufzeichnungen oder mit
Hilfe anderer Tonträger. Kocsis' musikalische Bandbreite erstreckt sich
dabei von alter Orgelmusik bis hin zur Klangwelt des 20. Jahrhunderts.
Gerade zur Moderne, zu der er ja selbst mit exzellenten Eigenkompositionen
beigetragen hat, kann ihm eine hohe Affinität nachgesagt werden. Eine
besondere Gabe ist seine außergewöhnliche Improvisationskunst. Diese hatte
schon Anton Heiller, seinen berühmten Orgel-Lehrer während des Musikstudiums
in Wien, besonders stark beeindruckt. Sie bildet(e) in den Konzerten des
Unterpullendorfer Virtuosen immer wieder einen herausragenden kreativen
Höhepunkt. |

Fotoimpressionen: Prof. Stefan Kocsis, aufgenommen
während der Orgelvorführung in der Pfarrkirche Oberpullendorf am 8.5.2002 |
Hier werden verschiedene Bereiche, in
denen Prof. Kocsis sein Können und seine Kenntnisse bezüglich der Orgel
einsetzte, besprochen. Als Erstes wird unter
„Zagreb“ von
einem nicht nur der Musik wegen besonderen Konzertereignis berichtet. Vom
heutigen Standpunkt aus betrachtet vermittelt es auch höchst interessante
zeitgeschichtliche Eindrücke. „Orgelkonzerte“ bietet einen repräsentativen
Querschnitt seiner Virtuosenkarriere. Dem Orgelkomponisten Kocsis ist ein kurzer
Abriss unter „Autograph Orgelsonate“ gewidmet, wobei innerhalb des Textes ein
Link zu einer intensiven musikanalytischen Auseinandersetzung mit einem
Sonatensatz integriert ist. Unter „Repertoire“ findet sich eine Liste der
wichtigsten Werke, die Kocsis im Laufe seiner Karriere aufführte. Bei welchen
neuen Orgeln er in der Planungsphase den Verantwortlichen mit Rat und Tat zur
Seite stand, kann unter „Orgelberater“ sowie unter „Orgel Oberpullendorf“
nachgelesen werden. Ein Spezifikum stellt Kocsis' Hausorgel, die unter dem
gleichnamigen Titel besprochen wird, dar. Der letzte Punkt setzt sich mit dem
schlussendlich nicht angenommenen Angebot, in Graz Domorganist zu werden,
auseinander.
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