Orgelkonzerte

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Neben dem denkwürdigen Konzert in der Zagreber Kathedrale 1965, das ja nicht nur als ein kulturelles Ereignis, sondern auch als eine einzigartige politische Manifestation in der Biographie von Prof. Stefan Kocsis eine zentrale Rolle spielt, sind noch viele weitere Höhepunkte in der Virtuosenlaufbahn dieses burgenländischen Organisten zu nennen. Er gab eine Vielzahl an Konzerten im In- und Ausland, bei denen er sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Seine Programme sind von einer besonderen Vielseitigkeit und von unterschiedlichsten musikalischen Interessen geprägt. Dies zeigt sich vor allem darin, dass er nicht nur auf „altbewährte“ Komponisten wie J. S. Bach oder die französischen Orgelmeister zurückgreift, sondern auch viele Werke der zeitgenössischen Musik in seine Programme integriert. Unter Repertoire“ findet sich eine Liste der von Kocsis in seinen Konzerten aufgeführten Kompositionen. Improvisationen, als eigene Programmpunkte eingesetzt, demonstrierten oftmals die außergewöhnliche Kreativität und Virtuosität dieses Musikers. Eine Kreativität, die auch seine vom Publikum begeistert aufgenommenen Orgelkompositionen auszeichnet.

 

Programm eines Kocsis-Konzerts in der Eisenstädter Domkirche

vom 20.9.1967

 

Dass Prof. Stefan Kocsis neben der Ausübung seiner pädagogischen Berufe als Musikschuldirektor und AHS-Lehrer, seinem umfangreichen Wirken als Komponist und Dirigent sowie seinem außerberuflichen kulturellen Engagement (Mittelburgenländischer Lehrerchor, Forschungsarbeiten etc.) noch die Zeit fand, eine derart rege Konzerttätigkeit auszuüben, zeigt deutlich, welchen Stellenwert bei ihm die Orgelmusik und deren künstlerische Umsetzung einnimmt. Bei den Vorbereitungen seiner Konzerte kam ihm dabei zugute, dass er eine eigene Hausorgel besitzt und somit seine Übungszeiten flexibel gestalten konnte.

Prof. Kocsis an seiner Hausorgel, 1988

 

Kocsis gastierte im Laufe der Jahre oftmals in den burgenländischen Städten Güssing, Oberwart, Oberpullendorf, Eisenstadt und Neusiedl. Weiters gab er Konzerte in Großpetersdorf, Oberschützen, Mannersdorf an der Rabnitz, Raiding, Pöttelsdorf, Maria-Moll und Wien. Seine Virtuosentätigkeit führte ihn auch ins Ausland, wo er neben Zagreb (ehemaliges Jugoslawien) noch in Osterhofen und Vornbach (beide BRD), Köszeg und Sopron (beide Ungarn) und Kungsbacka (Schweden) sein Publikum begeistern konnte.

Er gab aber nicht nur Konzerte, bei denen er als Interpret das komplette Programm gestaltete, sondern er wirkte auch bei Aufführungen verschiedener Ensembles und Dirigenten mit. Außerdem veranstaltete er selbst als Leiter des Mittelburgenländischen Lehrerchores Adventkonzerte, Geistliche Konzerte u. ä., wo er nur zum Teil als Orgelsolist agierte.

 

Die früheste, schriftlich belegte Konzerttätigkeit führte den noch nicht einmal 22 Jahre alten Musiker in die südburgenländische Gemeinde Großpetersdorf. Der Brief, in dem der Leiter des örtlichen Kirchenchores den jungen Interpreten zur Mitgestaltung einer „Feierstunde“ einlädt, bietet zugleich auch ein Stimmungsbild der damaligen Zeit, in der Briefe noch mit der Schreibmaschine geschrieben, kaum revidiert und korrigiert, Unterschriften vergessen sowie Interpreten noch mit dem Postautobus erwartet wurden:

 

Briefausschnitt zum bevorstehenden Konzert am 30.11.1952 in Großpetersdorf

kompletter Brief mit

händischen Ergänzungen

 durch Prof. Kocsis

Im Folgenden werden exemplarisch einige wichtige Stationen der Virtuosenkarriere Stefan Kocsis' behandelt, wobei die Auswahl in erster Linie anhand des erhaltenen Bild- und Textmaterials erfolgte.

 

Bereits in den 60er-Jahren genoss Stefan Kocsis als Orgelsolist ein so hohes Ansehen, dass sich selbst höchste Politiker bemühten, ihn für besondere musikalische Anlässe zu gewinnen. Dies verdeutlicht beispielsweise ein Schreiben des Amts der Burgenländischen Landesregierung vom 30.9.1963 an das Bundesministerium für Unterricht sowie an den Interpreten und die Gemeinde Raiding, wo ersucht wird, an der Kranzniederlegung am Vorabend des Geburtstages von Franz Liszt in der Gedächtnisstätte (Geburtshaus) teilzunehmen. Stefan Kocsis übernahm diese ehrenvolle Aufgabe und sorgte am 21.10.1963 für die feierliche musikalische Umrahmung dieser schlichten Gedenkveranstaltung.

Ende Mai 1965 nahm Prof. Kocsis am Österreichischen Bachfest in Oberschützen teil, wo er bei einem Konzert im Musiksaal der evangelischen LBA mitwirkte und u. a. Bachs a-Moll-Konzert (nach Vivaldi), BWV 593 zum Besten gab.

Ein besonderes Anliegen von Stefan Kocsis fand mit der Orgelweihe und dem Festkonzert am 21. Mai 1967 einen krönenden Abschluss: Die neue Orgel in der Operpullendorfer Pfarrkirche, um die er sich besonders bemüht und bei deren Konzeption er tatkräftig mitgeholfen hatte, wurde einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Mit Franz Liszts Praeludium und Fuge über B-A-C-H wurde erstmals die Klangpracht des neuen Instruments durch den Unterpullendorfer Orgelvirtuosen vorgestellt. Wie der Festfolge dieser vormittägigen Veranstaltung zu entnehmen ist, fand die Orgelweihe in einem würdigen, musikalisch anspruchsvollen Rahmen statt. Die Musikalische Weihestunde“ am Nachmittag desselben Tages gestaltete Kocsis gemeinsam mit dem Mittelburgenländischen Lehrerchor, wobei nicht nur die instrumentalen Fähigkeiten des Künstlers, sondern auch sein Können als Dirigent und Chorleiter beeindruckten. Dasselbe Programm wurde vier Tage später noch einmal in der Pfarrkirche Oberpullendorf aufgeführt.

Titelblatt des Oberschützener Bachfests 1965

 

Festfolge“ der Orgelweihe in der Pfarrkirche Oberpullendorf, 21.5.1967

Die neue Orgel in Oberpullendorf

 

Programm der Musikalischen Weihestunde, ebd.

 

 

Großen Anklang fanden 1967 die beiden Konzerte in Eisenstadt, in denen Stefan Kocsis auf den historischen Orgeln der Domkirche und der Bergkirche spielte. Das Programm der ersten Aufführung (20. 9.) wurde bereits am Seitenanfang abgebildet, der Ablauf des zweiten Konzerts (4.10.) kann ebenso wie die überaus positive Zeitungskritik anhand der nebenstehenden Dokumente nachgelesen werden. Die Werbung im linken unteren Teil des Zeitungsausschnittes wurde mit einem Grafikfilter verfremdet.

Programm des Konzerts vom 4.10.1967 in der Eisenstädter Bergkirche

Zeitungskritik zum ersten der beiden Eisenstädter Orgelkonzerte

1968 veranstaltete die Jeunesse musicales“ in Eisenstadt ein Konzert mit Stefan Kocsis und dem Wiener Kammerchor unter der Leitung von Hans Gillesberger. Auch dieses Mal wurde wieder in der Domkirche musiziert. Bei der Programmgestaltung fällt auf, dass die Aufführung mit der Sonata 1, einer Eigenkomposition des Orgelvirtuosen, eröffnet wurde. Ein Werk, das Im Vergleich zu den anderen an diesem Abend dargebotenen Stücken von der Tonsprache her sicherlich das modernste und am schwierigsten zu hörende war.

1972 gab Kocsis in der Osterkirche in Oberwart ein Konzert, bei dem, wie im nebenstehenden Bericht der burgenländischen Wochenzeitung BF nachzulesen ist, vor allem auch die klanglichen Möglichkeiten der Orgel durch gekonnte Registrierungen optimal genutzt wurden.

 

Programm des Jeunesse-Konzerts vom 18.10.1968 in der Eisenstädter Domkirche

 

BF-Artikel zum Konzert in der Oberwarter Osterkirche am 1.10.1972

Mit großem Erfolg gastierte Prof. Kocsis im Jahr 1974 gleich zweimal in Ungarn. Vom ersten Konzert in Köszeg (21.6.) existiert nur mehr ein maschingeschriebener Programmablauf mit einigen handschriftlichen Ergänzungen des Interpreten. Das zweite Konzert fand am 2. Juli im Rahmen der XVII. Soproner Festwochen statt. Die Vorbereitungen zu diesem Auftritt sind in einem köstlich zu lesenden Brief dokumentiert, der von József Kocsis (Namensvetter!), seines Zeichens „Präsident des Festwochen-Verwaltungs-Ausschusses, Stadtrat-Vizepräsident“ an Stefan Kocsis gerichtet ist.

Brief aus Sopron, 23.4.1974

Titelseite des Programmhefts der XVII. Soproner Festwochen, 1974

Am 20. Oktober 1974 veranstalteten der Franz Liszt-Verein Raiding und die Gemeinde Raiding-Unterfrauenhaid erneut eine Gedenkfeier zu Ehren ihres berühmtesten Bürgers. Für eine angemessene musikalische Umrahmung sorgte wieder Stefan Kocsis mit Lisztscher Orgelmusik.

1975 wurde Oberpullendorf im Zuge der 750-Jahrfeier (14. bis 22. Juni) zur Stadt erhoben. Es fanden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt, was für Prof. Kocsis einen Großeinsatz als Dirigent, Chorleiter, Komponist und Direktor der Musikschule bedeutete. Er kam aber auch als Orgelvirtuose mit dem Konzert am 17. Juni in der Oberpullendorfer Pfarrkirche zum Einsatz.

aus dem Programmheft der 750-Jahrfeier in Oberpullendorf (mit grafisch verfremdetem 1. Tagestermin), 1974

Einladung zur Liszt-Gedenkfeier 1974

Programmheft-Titelseite zur 750-Jahrfeier Oberpullendorfs, 1975

Mitte bis Ende September 1977 wurden im 18. Bezirk der Bundeshauptstadt die Wiener Orgeltage“ abgehalten, an denen etliche namhafte Orgelvirtuosen teilnahmen und in der Pötzleinsdorfer Pfarrkirche je eine Abendveranstaltung bestritten. Stefan Kocsis gab sein Konzert am 22. September und präsentierte ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm, das er mit der von ihm 1966 komponierten 2. Orgelsonate abschloss.

1. Seite des Programms zu den Wiener Orgeltagen in der Pötzleinsdorfer Pfarrkirche, 1977

Programm des Kocsis-Konzerts, ebd

Konzerttermine der Wiener Orgeltage, ebd.

Am 5. April 1981 gab Prof. Kocsis in der Stadtpfarrkirche Neusiedl am See ein Orgelkonzert, an dem der ehemalige „Fernsehpfarrer“ Dr. Hans Trinko von geistlicher Seite her ebenfalls beteiligt war. Die Programmgestaltung erfolgte in bewährter Manier, wobei dieses Mal jedoch keine Eigenkomposition aufgeführt wurde. Außerdem fällt auf, dass der Gemeindegesang „O Haupt voll Blut und Wunden“ den vorletzten Punkt des Programms bildete.

Seite 1 des Programms des Orgelkonzerts in Neusiedl am See, 1981

Seite 2 ebd., Programmabfolge

Am 24. Mai desselben Jahres fand im Burgenländischen Landesmuseum in Eisenstadt die offizielle Eröffnung der Franz Liszt Gedächtnisausstellung statt. Stefan Kocsis hatte die ehrenvolle Aufgabe, auf der Haydn-Orgel den musikalischen Teil dieses Festaktes zu gestalten. Die Einladung zu dieser Feier unterzeichnete übrigens Theodor Kery, der damalige Landeshauptmann des Burgenlandes.

1. Seite der Einladung zur Eröffnung der Franz Liszt Gedächtnisausstellung im Burgenländischen Landesmuseum, 1981

2. Seite ebd. mit genauer Programmabfolge (Festansprache: Dr. Gerald Mader, Eröffnung: LH Theodor Kery)

Dankschreiben des Leiters des Bgld. Landesmuseums, 1981

Im August 1986 gab Prof. Stefan Kocsis gemeinsam mit dem Wiener Sänger Dr. Franz Stefan Werner (Bass) zwei Konzerte in Deutschland. Von diesen Veranstaltungen berichten Zeitungsartikel in der Passauer Neuen Presse (PNP) und der Osterhofener Zeitung (OZ). In beiden werden sowohl die Programmzusammenstellung als auch die qualitativ hochwertigen Interpretationen gelobt. Obwohl abschnittsweise im typischen Musikkritiker-Deutsch verfasst (die Wortschöpfung Ohrenweide“, „... jubelnden Lobpreis“, „sphärische Improvisationen“, „virtuoses, kongeniales Orgelspiel“, „... perlend dahinklang“, „Der volle voluminöse Bass mit den samtenen Mezzolagen“, „seine himmelstürmenden, freien Improvisationen“ etc.), vermitteln diese Berichte dennoch deutlich den überaus großen Erfolg, den beide Interpreten mit ihren gekonnten Darbietungen erringen konnten. Dass die PNP von einem abschließenden „tosenden Applaus“ des begeisterten Publikums spricht, verstärkt noch zusätzlich den Eindruck von hervorragenden Leistungen beider Künstler. Der OZ-Artikel kann entweder in der bearbeiteten Version, bei der das Foto entfernt wurde, oder im Original mit einem bereits ursprünglich qualitativ schlechten Bild betrachtet werden. Die Werbung in der mittleren Spalte wurde unkenntlich gemacht.

Passauer Neue Presse vom 19.8.1986: Kritik zum Konzert von Prof. Kocsis und Dr. Werner in Vornbach/Inn

 bearbeiteter Bericht ohne Foto in der Osterhofener Zeitung (20.8.1986) vom Konzert in der Asam-Basilika (82 KB)

Originalbericht ebd. (212 KB)

     

Ein ganz besonderes Datum ist der 29.10.1995 für Prof. Stefan Kocsis, der ja neben seiner Virtuosenkarriere auch noch seit vielen Jahrzehnten als Kantor in seiner Heimatgemeinde tätig ist. An diesem Tag wurde nämlich die neue Orgel der Pfarrkirche Unterpullendorf feierlich vom Eisenstädter Bischof Dr. Paul Iby eingeweiht. Die musikalische Feuertaufe bestand das neue Instrument, als es Kocsis anschließend mit einer „Freien Improvisation“, also ohne vorgegebenes Thema, erstmals der interessierten Öffentlichkeit vorstellte. Am Nachmittag desselben Tages gab er dann noch ein stilistisch und klanglich breit gefächertes Orgelkonzert, bei dem auch seine Söhne Andreas (Violoncello) und Martin (Violine) mitwirkten.

Programm der Orgelweihe in der Pfarrkirche Unterpullendorf, 29.10.1995

Programm des Orgelkonzerts in der Pfarrkirche Unterpullendorf, 29.10.1995

     

Im Bach-Jahr 2000, das anlässlich des 250. Todestages des Komponisten weltweit begangen wurde, gab Kocsis ein Orgelkonzert in der Pfarrkirche Oberpullendorf. Wie so viele Virtuosen schätzt auch er die Werke des deutschen Barockgenies ganz besonders. Das Programm wies natürlich einen Bachschwerpunkt auf. Es fehlten aber auch nicht jene zwei Kompositionen, mit denen Kocsis besonders viel Erfolg in seiner Karriere erringen konnte: Franz Liszts Präludium und Fuge über B-A-C-H und Max Regers Fantasie über B-A-C-H. Hörbeispiele dieses Konzerts, das als digitaler Live-Mitschnitt auf CD vorliegt, gibt es unter „Orgel Oberpullendorf“.

CD-Cover zum Live-Mitschnitt des Orgelkonzerts in der Pfarrkirche Oberpullendorf, 24.9.2000

CD-Titelfolge, ebd.

 

Auf die vielen weiteren Konzerte, die Stefan Kocsis im Laufe seiner Karriere als Orgelvirtuose gegeben oder mitgestaltet hat, kann in diesem Zusammenhang nicht näher eingegangen werden. Einige abschließende Ergänzungen sind jedoch angebracht, um die Persönlichkeit dieses mittelburgenländischen Künstlers gebührend schätzen zu können:

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Etliche seiner Aufführungen wurden vom ORF mitgeschnitten und im Rundfunk teilweise oder ganz gesendet.

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Das ORF-Landesstudio Burgenland lud Kocsis auch immer wieder zu nicht öffentlichen Aufnahmeterminen in verschiedene Kirchen des Landes, wodurch künstlerisch und klanglich hochqualitative Tonträger erstellt und im Rundfunk oftmals gesendet wurden. Gerade diese Tatsache belegt die besondere Wertschätzung kompetenter Fachleute gegenüber dem Unterpullendorfer Orgelvirtuosen.

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Stefan Kocsis gab auch in den 90er- und den ersten Jahren des neuen Jahrtausends viele Orgelkonzerte und tritt auch heute noch mit großem Erfolg vor sein Publikum.

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Prof. Kocsis bemüht sich nach wie vor, die Orgelmusik auch jenen Menschen zu erschließen, die damit noch keine oder kaum Erfahrungen haben, wie beispielsweise die Vorführung im Rahmen eines Unterrichtsbesuchs der WPG-SchülerInnen des Gymnasiums in der Oberpullendorfer Pfarrkirche zeigt.

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Besonders hervorzuheben ist, dass Kocsis nie den Kontakt zum Volk verloren hat und sein virtuoses Können schon immer in den Dienst der Allgemeinheit gestellt hat. So übt er bis zum heutigen Tag die Kantorentätigkeit in seiner Heimatgemeinde Unterpullendorf aus. Dabei leistet er, der Dirigent und Chorleiter, dessen Name untrennbar mit Aufführungen der „Schöpfung und ähnlicher Meisterwerke verbunden bleiben wird, unschätzbare Arbeit mit einem hauptsächlich aus Laien bestehenden Kirchenchor. Gerade das zeugt von einer besonderen Auffassung musikalischer Verantwortung. Es zeigt aber auch gleichzeitig eine menschliche Größe, die bei solchen Voraussetzungen wohl selten anzutreffen ist.

 

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