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Orgelvorführung
in der Pfarrkirche Oberpullendorf
mit
Prof. Stefan Kocsis
Am 8. Mai 2002 trafen
die SchülerInnen der WPG-Gruppen in Musikerziehung gemeinsam mit ihren
Lehrern erneut mit Prof. Stefan Kocsis zusammen. Diesmal in der
Pfarrkirche Oberpullendorf, um das Instrument Orgel näher kennen zu
lernen. Im Unterricht waren bereits Vorkenntnisse mit multimedialer
Unterstützung erworben worden. Jetzt ging es vor allem darum, diese zu
vertiefen und einen praxisbezogenen Zugang vor Ort zu erhalten. Dass mit
Stefan Kocsis ein dafür ideal geeigneter Musiker zur Verfügung stand,
hat zwei Gründe: Einerseits ist er ein international renommierter
Orgelvirtuose, andererseits wirkte er, als die neue Oberpullendorfer Orgel
im Jahr 1967 von der Firma Gregor Hradetzky (Krems an der Donau) gebaut
wurde, bei der Disposition dieses Instruments entscheidend mit. Beste
Voraussetzungen also, um diese Orgel hinsichtlich ihres Baus, ihrer
klanglichen Möglichkeiten und der Spieltechniken den SchülerInnen näher
zu bringen.
Einleitend
stellte Stefan Kocsis fest, dass das Instrument Orgel ein sehr altes
Instrument ist.
Der
Bau wurde konkret am Beispiel der Oberpullendorfer Orgel erklärt: Sie
besitzt ein Hauptwerk (große Orgel) und ein davon baulich getrenntes Rückpositiv,
das als eine eigene kleine Orgel bezeichnet werden könnte. Zusätzlich
dazu gibt es noch das Pedal. Die Registerzüge befinden sich links und
rechts der Manuale. Auf der linken Seite jene für das Haupt- oder
Oberwerk und auf der rechten Seite jene für das Rückpositiv. Ganz rechts
sind die Pedalregisterzüge.
Das
Pedal wird mit den Füßen gespielt. Es ist gegenüber den Manualen
gleichberechtigt und – sofern der Organist die entsprechende Technik
beherrscht – genauso geläufig. Um das zu erreichen, werden beide Füße
verwendet, wobei jeder Fuß entweder mit der Spitze oder dem Absatz
eingesetzt werden kann. In Kombination mit Unter- bzw. Übersetzen ergibt
sich dann die Möglichkeit zu einem sehr schnellen Spiel. Allerdings muss
sehr lange geübt werden, bis die Koordination zwischen Händen und Füßen
gegeben ist.
Damit eine Orgel überhaupt
erklingen kann, wird eine Luftzufuhr, in der Orgelsprache „Wind“
genannt, benötigt. Dieser wird mit einem eingebauten Motor erzeugt. Der
Winddruck wird vom Orgelbauer gemessen und ganz genau eingestellt.
Ein wichtiger Punkt für
die Qualität einer Orgel ist die richtige Intonation. Sie erfolgt zunächst
beim Orgelbauer unter Berücksichtigung der Raumgröße. Die
Feinintonation erfolgt an Ort und Stelle. In kleineren Kirchen werden die
Pfeifen nicht so laut intoniert wie beispielsweise bei der Orgel in
Oberpullendorf, die in einem großen Raum steht. Würde die
Hausorgel von Prof. Kocsis in einem deutlich größeren als dem tatsächlichen
60m 2-Raum stehen, so müsste eine ganz andere Intonation
vorgenommen werden. Die Kunst des Intonierens besteht also darin, die
optimale Abstimmung für den jeweiligen Raum zu finden. Genau das wurde
auch in der Oberpullendorfer Pfarrkirche versucht, was laut Kocsis
hervorragend gelang. Die Orgel ist sehr klangvoll intoniert, lässt aber
trotzdem sehr zarte Klänge im Bereich des Piano oder Pianissimo zu.
Prof. Stefan Kocsis
stellte als nächstes die einzelnen Pfeifenformen bzw. Register vor. Im
Hauptwerk vorne ist das Prinzipal, das Hauptregister jeder Orgel,
positioniert. In der Oberpullendorfer Kirche ist es auf der Basis von 8’
intoniert, bei größeren Instrumenten gibt es auch 16’-Prinzipale. Wenn
bei einem 8’-Register ein c 1 gespielt wird, ist die Tonhöhe
gleich wie beim Klavier. Bei einem 4’-Register würde beim Drücken
derselben Taste ein c2, also eine Oktav
höher, bei 2’ ein c3
und bei 1’ ein c4
ertönen. Die Vielfalt der Klänge, die ein
Organist zur Verfügung hat, ergibt sich aufgrund der Möglichkeiten, die
einzelnen Register miteinander zu kombinieren. Dadurch wird die Lautstärke
der Töne erhöht und deren Klangfarbe verändert.
Die
Oberpullendorfer Orgel hat mehrere Flötenregister: Rohrflöte 8’,
Spitzflöte 4’ und Waldflöte 2’ im Hauptwerk sowie Rohrflöte 4’ im
Rückpositiv.
Die
Mixtur ist ein eigenes Register, das der Orgel in klanglicher Hinsicht
Farbe und Glanz verleiht. Auch wenn 8’, 4’, und 2’ miteinander
kombiniert werden, bleibt der Klang viel zu „dünn und einfach“. Der
typische Orgelklang ergibt sich erst durch das Hinzufügen der Mixtur. In
Oberpullendorf ist sie 4- bis 6fach. Das bedeutet, dass auf einer Taste 6
Pfeifen stehen. Wenn ein „c“ gespielt wird, erklingt nicht nur eine
Orgelpfeife mit diesem Ton, sondern auch zusätzliche Pfeifen, die reine
Oktaven und reine Quinten hinzufügen. Das ist der beste Beweis dafür,
dass der Mensch die reine Quint nicht als einen eigenständigen Ton
wahrnimmt, sondern wie bei der Obertonreihe als Bestandteil des
Klangspektrums. Das lässt sich dadurch erklären, dass die reine Quint an
3. Stelle der Teiltonreihe bzw. als 2. Oberton auftritt. Der Mensch nimmt
in diesem Beispiel den Ton eindeutig als „c“ wahr, obwohl zusätzliche
„g“ erklingen.
Weitere
Register des Hauptwerks der Oberpullendorfer Orgel sind Gemshorn und
Trompete. Letzteres, das tatsächlich dem Klangcharakter einer
„echten“ Trompete entspricht, ist besonders interessant, weil es ein
Zungenregister ist. Hier wird der Ton durch eine schwingende Metallzunge
erzeugt. Zungenpfeifen mit Lippenpfeifen gemeinsam zu verwenden ist
speziell im Winter sehr schwierig, da die Zungenpfeifen die Tonhöhe
betreffend ziemlich gleich bleiben, die Lippenpfeifen aber wegen der Kälte
tiefer werden. Ein typisches Kennzeichen, dass eine Orgel verstimmt ist,
ist das Auftreten von Schwebungen. Je schneller die Schwebungen sind,
desto verstimmter sind die Pfeifen.
Beim Rückpositiv sind
vor allem noch die Register Scharff, das 4fach ist und der Mixtur
entspricht und die Sesquialtera (2fach), bei der nicht der Grundton,
sondern die große Terz und die reine Quint klingen, zu nennen. Bei der
Sesquialtera erklingen also bei einer gedrückten c-Taste die Töne
„e“ und „g“. Dieses Register eignet sich daher nicht für das
alleinige Spielen, sondern nur zum Kombinieren mit anderen Registern.
Besonders schön und interessant klingt die Sesquialtera gemeinsam mit
Gedackt 8’. Die Quint 1 ⅓
eignet sich ebenfalls nur als zusätzliches
Register.
Das
Pedal ist gleichberechtigt und ein selbstständiges Werk. Es hat einen
Subbass 16’, einen Oktavbass 8’ und einen Choralbass 4’. Die
Oberpullendorfer Orgel besitzt mit dem Fagott 16’ auch ein Bassregister
mit Zungenstimmen. Klanglich erinnert es sehr an dieses tiefe
Doppelrohrblattinstrument.
Bei kleineren Orgeln
ist wichtig, dass die Register des Hauptwerks und des Positivs ins Pedal
gekoppelt werden können. Das heißt, wenn man ein lauteres Pedal haben möchte
(fortissimo), können alle gezogenen Register mittels Koppel zum Pedal
hinzugeschaltet werden. In Oberpullendorf stehen folgende Koppeln zur Verfügung: Positiv zum Hauptwerk, Hauptwerk zum Pedal sowie Positiv zum Pedal.
Beim
Spielen großer Werke der Orgelliteratur braucht der Virtuose jemanden,
der registriert. Das schnelle Wechseln der Klangfarben, technisch gesehen
der Registerkombinationen, wäre sonst undurchführbar. Bei ganz großen
Orgeln gibt es daher die Möglichkeit, einzelne Registrierungen mittels
Computer abzuspeichern. Beim Musizieren sind diese Kombinationen dann
schnell und unkompliziert abzurufen. Im Burgenland gibt es nur eine Orgel,
die so gebaut ist. Sie befindet sich in der Musikhochschule in Oberschützen
(korrekte Bezeichnung: Musikuniversität Graz, Institut Oberschützen). Möglicherweise
wird die in Bau befindliche neue, aus 35 Registern bestehende Orgel in
Lockenhaus ebenfalls diese Art der Registrierung beherrschen.
Im
Burgenland haben die meisten Orgeln zwei Manuale. Die barocke Haydnorgel
in Eisenstadt hat drei Manuale. Die größten Orgeln in Österreich haben
bis zu 50 und mehr Register. In St. Florian und im Wiener Stephansdom
befinden sich sehr große Orgeln. In Zagreb, wo Prof. Kocsis schon öfter
konzertierte und erst unlängst eine seiner Messen aufgeführt wurde, hat
die Orgel ca. 40 Register, die allerdings „nichts hergeben“. Die
Anzahl der Register sagt somit nicht unbedingt etwas über die Qualität
eines Instruments aus. Die Orgel in der Oberpullendorfer Pfarrkirche, die
mit 19 Registern eine vergleichsweise kleine Orgel ist, ist Prof. Kocsis
viel lieber.
Es
gibt verschiedene Trakturen. Die Traktur ist die Verbindung, die von der
Taste aus das Spielventil öffnet. Die mechanische Traktur, die auch bei
der Oberpullendorfer Orgel verwendet wird, öffnet durch die niedergedrückte
Taste ein Ventil unter der Pfeife, wodurch diese erklingen kann. Der
Organist hat also über die Taste einen direkten Zugang zur Orgelpfeife.
Diese Traktur ist für den Spieler optimal. Es ist sogar möglich, den Ton
in seiner Einschwingphase durch langsameres oder schnelleres Niederdrücken
der Tasten zu beeinflussen. In einem begrenzten Rahmen kann somit der
Klang des Tones direkt durch den Spieler geformt werden.
Die
mechanische ist jene Traktur, die auch Johann Sebastian Bach kannte. Alle
großen französischen Orgeln sind mechanisch. Auch in Oberpullendorf ist
das Instrument so gebaut. Laut Prof. Kocsis ist es sehr angenehm auf
dieser Orgel zu musizieren, da der Ton sofort kommt, wenn die Taste
niedergedrückt wird.
Weiters
gibt es die elektropneumatische Traktur. Bei ihr ist ein direktes
Beeinflussen des Tones mittels Tastendruck nicht möglich. Der Ton kommt
immer explosionsartig. Prof. Kocsis erläuterte anhand einiger Beispiele
Probleme, die beim Musizieren auf Orgeln mit elektropneumatischer Traktur
auftreten können. So ist die Domorgel zu St. Stephan zwar riesig, hat ca.
100 Register, aber es will sie niemand spielen. In den Seitenschiffen sind
eigene Orgeln untergebracht, die dem 2., 3. oder 4. Manual entsprechen.
Vor allem bei Koppeln wird das Spielen des Instruments aufgrund dieser räumlichen
Aufteilung und der damit verbundenen Zeitverzögerungen äußerst
schwierig. In Zagreb steht der Spieltisch in einer Ecke und die Orgel
befindet sich weit entfernt „irgendwo oben“. Dadurch kommt es beim
Spielen zu großen Verzögerungen zwischen dem Drücken der Taste und dem
Erklingen des Tones. Dies ist besonders bei schnellen Passagen denkbar ungünstig.
Prof. Kocsis erinnerte sich auch an ein Orgelkonzert in Deutschland, wo
sich der Spieltisch beim Altar und die Orgel hinten befunden hatte, was
beim Musizieren sehr unangenehm war.
Bei
den elektromechanischen Trakturen sind kleine Motoren eingebaut, die beim
Registrieren helfen bzw. es erleichtern. Vom Prinzip her sind diese Orgeln
aber mechanische Orgeln.
Bei
den einzelnen Beschreibungen versuchte Prof. Stefan Kocsis immer wieder
mit praktischen Beispielen das Gesagte zu verdeutlichen. Die längeren Hörbeispiele
folgten dem Gedanken, exemplarisch die Klangmöglichkeiten und
Spieltechniken der Orgel vorzustellen und gleichzeitig auch wichtige
Orgelkomponisten und Gattungen wie Fuge, Konzert, Choralvorspiel etc. zu
behandeln.
Vorgeführte
Werke:
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1.
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2 Flötenuhrstücke von Joseph Haydn
Es
gibt berühmte Flötenuhrstücke von Joseph Haydn, die zwar original für
Klavier komponiert wurden, aber immer wieder mit der Orgel gespielt
werden. Sie sind typische Stücke für die Spieluhr, ganz kurz und sehr
lustig.
Register:
Spitzflöte vom Hauptwerk und die Rohrflöte vom Rückpositiv
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2. |
An Wasserflüssen Babylon – Choralvorspiel von Johann Sebastian
Bach, BWV 653
Johann
Sebastian Bach hat viele Choralvorspiele geschrieben, weil den Chorälen
vor allem im Bereich der evangelischen Kirche in der Gestaltung der
Gottesdienste eine bedeutende Rolle zukam. Die Choralvorspiele dienten
ursprünglich als instrumentale Einleitung zum gesungenen Choral.
Interessant bei diesem Stück ist die Verwendung des Doppelpedals, also
des zweistimmigen Spiels mit den Füßen.
Register:
Trompete vom Hauptwerk und Gedackt 8’ vom Rückpositiv, Subbass 16’ im
Pedal, Koppel Gedackt 8’-Register ins Pedal
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| 3.
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Louis-Nicolas Clérambault – Duo aus der Suite du deuxieme Ton
Dieses Stück wurde als Beispiel für die durch die hinzugefügte Quint
entstehende Klangwirkung gebracht.
Register:
Gedackt 8’, Quint 1 ⅓’ und Rohrflöte 4’ vom Rückpositiv
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| 4.
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Herzlich thut mich verlangen (O Haupt voll Blut und Wunden) –
Choralvorspiel von
Johann Sebastian Bach
Der
besondere Reiz der Sesquialtera sollte durch dieses Hörbeispiel
verdeutlicht werden.
Register:
Gedackt 8’ und Sesquialtera vom Rückpositiv
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| 5.
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3. Satz des a-Moll-Konzerts nach Antonio Vivaldi von Johann
Sebastian Bach, BWV 593
Johann Sebastian Bach ist wahrscheinlich der
wichtigste Orgelkomponist. Auf ihn beruft sich praktisch jeder Organist. Obwohl er
selbst einer der größten Komponisten war, scheute er sich nicht davor,
Werke von Vivaldi zu bearbeiten. Bach war besonders von Vivaldis
Violinkonzerten angetan und versuchte daher, diese auf die Orgel zu übertragen.
Auch hier werden Doppelpedale verwendet.
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| 6.
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Fuge in D-Dur von Johann Sebastian Bach, BWV 532
An
einer Fuge kann besonders gut das Pedalspiel vorgeführt werden, da in
jeder Stimme das Fugenthema mehrmals vorkommt und somit auch vom Pedal ein
schnelles, geläufiges Spiel verlangt wird. Fugen wurden nicht nur im
Barock komponiert, sondern auch in späteren Zeiten, da sie für die
Komponisten aufgrund ihrer Gestaltungsform eine besondere Herausforderung
darstellen. Vor allem in einem strengen Satz sind die kombinatorischen Fähigkeiten
des Komponisten gefragt und die Ergebnisse, die beispielsweise Johann
Sebastian Bach trotz aller einzuhaltenden Regeln erzielen konnte, geradezu
verblüffend. Die Fuge hat – wie überhaupt die Musik – viele
Gemeinsamkeiten mit Mathematik. Jede monothematische Fuge beginnt
einstimmig, der eine Beantwortung auf der 5. Stufe in einer neu
hinzutretenden Stimme folgt. Es kommt zu weiteren Themeneinsätzen bis die
Anzahl der Stimmen erreicht ist, die der Komponist in diesem Werk
verwenden möchte. Bach war nicht der einzige Meister, dem wir großartige
Fugenkompositionen verdanken. Als ein weiteres Beispiel nannte Prof.
Kocsis die berühmte Doppelfuge aus W. A. Mozarts letztem Werk, dem
„Requiem“. Die Fuge wurde als Gattung aber auch von Komponisten des
19. und 20. Jahrhunderts gerne verwendet.
Die
Charakteristik der als Hörbeispiel vorgetragenen D-Dur-Fuge von Bach ist
von einem humorvollen, lustigen und virtuosen Thema geprägt. Das Werk
stellt an den Interpreten höchste Anforderungen, was den SchülerInnen
durch das Miterleben in unmittelbarer Nähe besonders stark verdeutlicht
wurde.
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| 7.
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Präludium über B-A-C-H von Franz Liszt
So
wie viele andere Komponisten hat auch Franz Liszt J. S. Bach besonders
geschätzt. Da der Name Bach ein musikalisches Motiv mit den Tönen
b-a-c-h ergibt, wurde dieses in der Musikgeschichte immer wieder
eingesetzt. Liszt schrieb darüber eine besonders gelungene Komposition.
Prof. Kocsis führte anhand dieses Werks die überwältigende Klangfülle,
zu der die Orgel im Allgemeinen, aber auch speziell das Instrument in der
Oberpullendorfer Kirche fähig ist, vor.
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Alles in allem war
diese Zusammenkunft mit Prof. Stefan Kocsis nicht nur äußerst
informativ, sondern erlaubte den SchülerInnen auch dadurch, dass sie das
Musizieren direkt neben dem Virtuosen mitverfolgen konnten, beeindruckende
Einblicke in die Welt der Orgelmusik. Ganz deutlich zeigte sich vor allem
anhand der drei letztgenannten Hörbeispiele, welch hohe Anforderungen ein
Interpret erfüllen muss und welche körperlichen Leistungen ihm
abverlangt werden.
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