POETOVIO – Ptuj (Pettau)

Keltische Höhensiedlung am Burgberg am linken Drauufer, dort auch die mittelalterliche Burg und darunter die mittelalterliche Siedlung, die älteste Stadt Sloweniens und ehem.älteste steirische Stadt.
Ptuj - Orpheusdenkmal Augustäisches Militärlager (legio VIII Augusta später die legio XIII Gemina) am rechten Drauufer. Hier wurde 69 Vespasian von den pannonischen Legionen zum Kaiser ausgerufen. Colonia Ulpia Traiana Peotovio Anfang des 2.Jahrhunderts. Unter Hadrian Bau der Draubrücke (heute wegen Verlagerung des Flußlaufes am rechten Ufer). In der Spätantike kam das Territorium von Poetovio zur Provinz Noricum. Die römische Steinbrücke war bis zu ihrer Zerstörung durch Hochwasser im 13.Jahrhundert die einzige Draubrücke zwischen Villach und Esseg. 811 bestimmte Karl d.Gr. die Drau als Diözesangrenze zwischen dem Patriarchat Aquileia und dem Erzbistum Salzburg.
Aus Grabfunden des 1.-3.Jahrhunderts besitzt das Pokrajinski Muzej Ptuj die meisten Bernsteinfunde Sloweniens.
In Poetovio wurden bis jetzt fünf 
Mithräen entdeckt: M1 und M2 1898 und 1901 in Spodnja Hajdina, M3 1913 in Zgorni Breg, M4 1898 u. 1957 am Muzejski trg und M5 1987 in der Peršonova ulica. Als lokale Besonderheit gilt auch die sonst fast nur in den afrikanischen Provinzen nachgewiesene Verehrung der Nutrices (Göttinnen des Stillens). In Pannonien gibt es noch aus Parndorf bei Neusiedl eine Weihung an die Nutrices. 

Von Ptuj führt die Bernsteinstraße und die moderne Straße über das Dravsko polje (Draufeld, hier die alte Provinzgrenze Pannonien-Noricum) schnurgerade nach Westen, nach Slovenska Bistrica – AD LOTODOS. Dann in südwestlicher Richtung nach Celje.